Spanische Regierung greift bei Öl-, Gas- und Strompreisen (vorerst) nicht ein

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Die spanische Regierung wird vorerst keine Maßnahmen gegen den starken Anstieg der Energiepreise ergreifen. Die Preise für Öl, Gas und Strom sind in letzter Zeit aufgrund der Spannungen und der Kriegssituation im Nahen Osten gestiegen, aber laut Regierung gibt es derzeit keinen Grund, sofort einzugreifen.

Laut dem Minister für ökologischen Wandel will die Regierung zunächst die Situation in Ruhe analysieren, bevor neue Maßnahmen ergriffen werden. Innerhalb der Koalitionspartei Sumar und aus der Opposition, unter anderem von der Partido Popular, werden jedoch bereits Maßnahmen gegen die steigenden Preise gefordert. Dennoch hat der Ministerrat diese Woche beschlossen, noch keine konkreten Schritte zu unternehmen.

Die Energiepreise sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Der Preis für ein Barrel Öl liegt bei rund 90 Dollar, etwa 28 Prozent höher als vor dem Konflikt. Auch der Gaspreis ist gestiegen, von 49 auf 56 Euro pro Megawattstunde, was einem Anstieg von etwa 80 Prozent entspricht.

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Durch den teureren Gaspreis steigt auch der Strompreis. Auf dem Großhandelsmarkt erreichte der Strompreis diese Woche mit durchschnittlich 136 Euro pro Megawattstunde den höchsten Stand in diesem Jahr. Zu Spitzenzeiten kann der Preis sogar auf etwa 250 Euro pro Megawattstunde steigen. Vor allem Haushalte mit einem variablen Vertrag oder den regulierten PVPC-Tarifen werden diesen Anstieg direkt in ihrer Energierechnung spüren.

Dennoch betont die Regierung, dass die Situation derzeit weniger ernst ist als während der Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine im Jahr 2022. Spanien sei nämlich weniger direkt von der Energie abhängig, die über die Straße von Hormuz transportiert wird, einer wichtigen Route für Öl und Gas aus dem Nahen Osten. Nach Angaben der Regierung kommen weniger als 2 Prozent des Gases und etwa 5 Prozent des Öls, die Spanien verbraucht, über diese Route.

Unterdessen beobachtet die Aufsichtsbehörde CNMC die Kraftstoffpreise genau. Die Organisation kontrolliert etwa 12.000 Tankstellen, um festzustellen, ob die jüngsten Preissteigerungen vollständig durch die internationale Lage zu erklären sind oder ob möglicherweise andere Ursachen vorliegen. Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, schließt die Regierung nicht aus, dass doch noch Maßnahmen ergriffen werden.

Quelle: Agenturen